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Freitag, 15. Mai 2015

Exotische Fruchtkerne töten Tumore innerhalb von Minuten

Es klang zu gut, um wahr zu sein: Australische Forscher sollen herausgefunden haben, daß die Kerne einer Regenwaldfrucht in Tierversuchen Dreiviertel aller Tumore abtötet. Und so unglaublich das klingt: Der Effekt soll bereits nach wenigen Minuten sichtbar sein. Das hört sich unglaublich an, und so haben wir mal auf der Seite des genannten Institutes nachgeschaut. Es scheint tatsächlich zu stimmen.

Wir waren ein wenig mißtrauisch, weil solche Wundermeldungen oft von einer Quelle abgeschrieben werden, die aber ihrerseits oft keinen belastbaren Beleg für ihren Bericht angibt. So auch hier. Aber - dieses Institut gibt es tatsächlich, und nach etwas Suchen auf dessen Webseite fanden wir auch tatsächlich den Bericht hierzu. Die wunderbare Nachricht ist wohl tatsächlich wahr!
Im austraischen Regenwald wächst ein Baum, die mit lateinischem Namen "Fontainea picrosperma" heißt und hübsche, weiße Blüten hervorbringt, aus denen später kleine rosa bis rote, anfangs pfisichartige Früchte reifen."Fountains Blushwood" nennen die Australier das von wilden Tieren sehr begehrte Obst. Die Tiere im Nordteil Australiens fressen diese Regenwaldfrucht, sobald sie genießbar ist. Man erwischt kaum einmal eine reife Frucht, sagen Australier, so schnell werden die runden, leicht pelzigen Früchte weggefuttert. Die abgenagten Kerne liegen meistens auf dem Boden. Australische Forscher wurden neugierig, und unterzogen die verhaßten Kerne einer genaueren Utersuchung, da sie Giftstoffe darin vermuteten.

Wie bei den Analysen herausstellte, enthalten die Kerne einen äußerst effektiven Wirkstoff geben Krebstumore. Das QIMR Berghofer Medical Research Instituts in Brisbane extrahierte aus den Kernen diesen Wirkstoff, der den Namen EBC-46 erhielt. In einer achtJahre dauernden Studie an 300 Versuchstieren, die an Krebs erkrankt waren, stellte sich heraus, daß im Durchschnitt 75% aller Tumore verschwanden. Die Versuchstiere waren Mäuse, Katzen, Hunde und sogar Pferde. Besonders bemerkenswert: Der Krebs bildete keine Rezidive, d.h. er bildete sich nach der Behandlung auch Jahre danach nicht wieder neu.

Die Wissenschaftler trauten ihren Augen kaum: "Sobald wir das Präparat in die Tumore gespritzt haben, färbten sie sich in nur fünf Minuten lila, zwei Stunden später waren sie noch dunkler und am folgenden Tag schwarz", berichtet Glen Boyle, der Leiter dieser Studie am QIMR Berghofer Medical Research Institut. Die Heilung und das Abstoßen des Tumors erfolgt in unglaublicher Geschwindigkeit: "In den folgenden Tagen bildet sich eine Kruste und eine Woche später fiel der Tumor einfach ab. Weil das Präparat aber in den Tumor gespritzt werden muss, funktioniert das nur bei Tumoren wie Brustkrebs, Darm-, Prostatakrebs und Hautkrebs oder im für die Nadel erreichbaren Kopf- und Halsbereich“ erklärt Boyle.

Leider hat das Präparat nur bei Primärtumoren Erfolg gezeigt. Hat der Tumor schon gestreut und Metastasen gebildet, kann das Mittel nicht eingesetzt werden - zumindest im jetzigen Stadium der Forschungen nicht. "Zur Zeit ist das Präparat nur als Injektion anwendbar. Es tötet die Tumorzellen, blockiert die Blutversorgung zum Tumor und boostet das Immunsystem", begründet der Studienleiter diese Einschränkung. "Vor allem wegen der Wirkung auf das Immunsystem müssen wir es direkt lokal in den Tumor plazieren, weil es sonst vollkommen andere, vielleicht negative Nebenwirkungen zeigen könnte."
Anders als herkömmliche, schulmedizinische Tumorbehandlungen, die - wenn überhaupt - erst nach mehreren Wochen Erfolge zeigen, wirkt dieses Präparat EBC-46 bereits wenige Minutenspäter ... sichtbar. Schulmedizinische Krebstherapien wie Bestrahlung und Chemotherapie bergen immense Risiken. Die Chemotherapie steht in dem Ruf, selbst im Falle eines Erfolges nach wenigen Jahren durch die verabreichten Zellgifte einen neuen, besonders bösartigen Krebs zu erzeugen, der dann den Patienten unwiderruflich tötet. Zudem dauern die schulmeditzinischen BEhanlungen lange, ruinieren die Lebensqualität und die Gesundheit, und haben - je nach Krebsart - Erfolsraten von 2 bis 5%. Eine furchtbare Quälerei für die Patienten, die nicht selten das Sterben noch beschleunigt. Das könnte sich jetzt durch diese neue Entdeckung möglicherweise ändern.
Die neue, pflanzliche Krebstherapie war erwiesenermaßen außerordentlich erfolgreich an Tieren. Jetzt geht es in die nächste Phase und es sollen klinische Studien am Menschen folgen. Die Zulassung für die erste Phase dieser Studien liegt schon vor. Der Wirkstoff wird bis zu 30 Freiwilligen getestet. Es wird sicher nicht an Freiwilligen mangeln.

Gleichzeitig richtet sich das wissenschaftliche Augenmerk der Wissenschaftler auf die Pflanze selbst, den Blushwood Tree, der die Früchte hervorbringt. Sein Habitat, der Regenwald, wird untersucht werden, welche Wachstunsbedingungen dort vorherrschen, und ob man diesen Baum auch vermehren und anpflanzen kann, um den begehrten Wirkstoff in ausreichenden Mengen zu erhalten.
Das könnte sich in der Tat als sehr wichtig  erweisen, denn nicht jede Pflanze wächst überall, wie empfindlich dieser Baum auf unterschiedliche Böden und Witterungsverhältnisse reagiert, ist unbekannt. Möglicherweise sind auch bestimmte Stoffe aus der Umwelt nötig, um die Bildung des kostbaren Wirkstoffes überhaupt zu ermöglichen. Es gibt viele Beispiele dafür, daß kleine Mengen ganz bestimmter Stoffe im Stoffwechsel von Pflanzen und Tieren eine große Auswirkung haben. Der feuerrote Giftfrosch aus dem Amazonas-Regenwald produziert in seinem Körper das hochwirksame Pfeilgift. Schon das bloße Berühren des kleinen Tieres kann tödlich sein. Wird der Frosch in Gefangenschaft gezüchtet, sieht er genauso aus wie sein wilder Artgenosse. Da er aber nicht die Nahrung hat, die er im Dschungel frißt, ist er vollkommen ungiftig.

Boyle und seine Forscherkollegen zeigen sich aber optimistisch, dass der Wirkstoff EBC-46 kommerziell "angebaut" werden kann und auch am Menschen wirkt. "Der Wirkstoff kann eine zusätzliche Behandlungsmethode sein, bei denen andere Therapien nicht geholfen haben oder bei älteren Menschen, die zu schwach für weitere Chemotherapien sind“, hofft er.
Sollte das Wissen um dieses Mittel aber Verbreitung finden, werden Krebspatienten alles daransetzen, anstatt der quälenden und auszehrenden Chemo-Giftcocktails dieses Mittel zu erhalten. Niemand, der einen für diese BEhandlung zugänglichen Tumor hat, würde sich dann noch freiwillig den bisherigen, schulmedizinishen Behandlungsmethoden aussetzen.
Das läßt Mutmaßungen darüber zu, welchen Preis die Pharmaindustrie für diesen Wirkstoff verlangen kann, um diese knappe Ressource mit Maximalgewinn auf dem Markt zu plazieren und gleichzeitig ihre Chemotherapie-Pharmazeutika noch vermarkten zu können.

Quellen:

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