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Montag, 20. April 2015

Ron Paul: Dollar-Kollaps wird »sehr bald« die USA zerstören


Markus Gärtner 

Aus dem Parlament hat er sich verabschiedet, von den Mikrofonen zum Glück noch nicht. Ron Paul, der 22 Jahre lang dem US-Kongress angehörte, warnt in einem neuen Video vor einer verheerenden Währungskrise. Diesmal, so Paul, werden nicht die Spekulations-Eskapaden von Banken sowie marode Hypotheken der Auslöser sein, sondern »sehr bald schon« ein Kollaps des Vertrauens in den Dollar.

In der Folge würden nicht nur alle Werte in den USA zerstört, sondern auch die gesamte Mittelschicht und das ganze Land. Es komme zu Unruhen, vor allem in den großen Städten. Die Vorzeichen seien bereits sichtbar, wie im Falle Ferguson sowie Aufständen in New York und Detroit. Die lauernde Krise sei viel dramatischer als die Große Depression und die Finanzkrise von 2008. Die Ersparnisse der 315 Millionen Amerikaner und der gesamte »way of life« in Amerika stehen demnach auf dem Spiel.
Die meisten Menschen hätten jedoch keinerlei Vorstellung, was auf sie zukommt. Und die politische Kaste lebe »in einer reinen Phantasiewelt«. Die Regierung in Washington schere sich einen Dreck um grundlegende wirtschaftliche Gesetze.

Die Statistiken würden gefälscht. Wahre Reformen, die diesen Namen verdienen, kämen erst nach der anstehenden Krise. Für eine Lösung von innen heraus »gibt es im bestehenden System absolut keine Möglichkeit«.

Doch Maßnahmen gegen einen Fall über das Kliff, bei dem auch der Dollar zerstört werde, mussten jetzt sofort getroffen werden. Die Warnzeichen für einen unmittelbaren Zusammenbruch der bestehenden Ordnung sind laut Paul nicht zu übersehen:
»Die Zahl der Amerikaner, die Suppenküchen besuchen, hat sich seit 2008 verdoppelt; drei Viertel der Bevölkerung könne sich mit ihren finanziellen Verpflichtungen immer nur von einem Gehaltsscheck zum nächsten retten; die Hälfte aller Kinder, die jetzt geboren werden, müssten im Verlauf ihres Lebens Suppenküchen besuchen; die Banken, die so groß sind, dass sie das Finanzsystem einreißen können, sind seit der jüngsten Finanzkrise 37 Prozent größer geworden; und 52 Prozent der erwerbstätigen Amerikaner verdienen derzeit weniger als 30 000 Dollar im Jahr.«
Im Klartext: Das ist keine Supermacht mehr, sondern eine kollabierende Nation, die sozial bereits auf dem Zahnfleisch geht. Wie nah die USA am Abgrund – sprich am Auslöser für dieprognostizierte Dollar-Katastrophe – stehen, zeigen diese Zahlen, die Ron Paul in dem Video nennt:

»Jede Stunde geben die USA 200 Millionen Dollar aus, die sie nicht haben.« Allein in den vergangenen sechs Jahren seien 4000 Milliarden Dollar – mehr als die jährliche Wirtschaftsleistung Deutschland – aus dem Nichts geschaffen worden.

In dieser Zeit haben sich die öffentlichen Schulden der USA verdoppelt. In 216 Jahren ihres Bestehens hat das Land laut Ron Paul 8,5 Billionen Dollar Schulden angehäuft. Allein in den vergangenen acht Jahren habe sich diese Schuld noch einmal verdoppelt. Ron Paul bezeichnet das Abdriften der USA ins Schulden-Nirwana als »ein unkontrolliertes, entfesseltes Experiment«.

Das katastrophale Ende sei absehbar: »Die Zerstörung bürgerlicher Freiheiten, die Auflösung sozialer Netze, das Versiegen aller Kredite, geschlossene Läden, leere Geldautomaten, und Händler, die sich weigern noch Dollars anzunehmen.«

Zu den drastischen Folgen gehört demnach der »Zusammenbruch der Regierung«, ein »Kollaps der allgemeinen Versorgung« sowie »explodierende Preise für Nahrungsmittel«.

Das gesamte Rentensystem sei in diesem Szenario »existenziell gefährdet«. Die Regierung könne sämtliche Ersparnisse der Bevölkerung beschlagnahmen. Es drohen scharfe Kapitalkontrollen undGrenzen für Barabhebungen.

Diese Kettenreaktion werde sich »schneller ausbreiten, als irgendjemand sich überhaupt vorstellen kann«. Am Ende stünden »Enteignungen, geschlossene Banken und Tumulte in den Straßen«.

Konkrete Empfehlungen, wie sich Sparer gegen das drohende Chaos schützen können, gab Ron Paul in diesem Video nicht. Aus zwei Gründen: Er macht darin Werbung für ein Buch, in dem es um die Krisenvorsorge geht. Und zweitens kann man sich nur schwer auf Zerstörungen dieses Ausmaßes vorbereiten.

Paul legt traditionell sein eigenes Geld vorwiegend in Gold, Silberaktien und Immobilien an und hielt nach jüngsten Berichten etwa zehn bis 20 Prozent seines Anlagevermögens in bar vor. Ob das am Ende noch viel hilft, kann selbst Paul nicht vorhersagen. Denn seine Prognose ist selten düster: »Wenn Du eine Währung zerstörst, zerstörst Du das ganze Land.«

Quelle: http://info.kopp-verlag.de/index.html

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