Erkennen • Erwachen • Verändern

Erkennen • Erwachen • Verändern

Dienstag, 28. April 2015

Kriegs-Gefahr: Iran entführt Frachter, USA schicken Zerstörer

Im Nahen Osten droht eine ernste Zuspitzung der Lage: Washington hat die Entführung eines Frachters durch die iranische Marine bestätigt. Der Frachter mit Seeleuten soll sich aktuell am iranischen Hafen von Bandar Abbas befinden. Die US-Marine hat den Zerstörer USS Farragut losgeschickt, um den Frachter zu befreien.


Der Hafen Bandar Abbas befindet sich am Persischen Golf. Dort befindet sich ein wichtiger Stützpunkt der iranischen Marine. (Grafik: Google Maps)
Bildunterschrift hinzufügen

Der Hafen Bandar Abbas befindet sich am Persischen Golf. Dort befindet sich ein wichtiger Stützpunkt der iranischen Marine. (Grafik: Google Maps)
Die iranische Marine soll nach Angaben des Pentagon-Sprechers Colonel Steve Warren im Persischen Golf Warn-Schüsse auf den Frachter MV Maersk Tigris, der unter der Flagge des Marschall-Inseln fuhr, gefeuert haben, berichtet die Washington Post. Anschließend hätten die Iraner das Schiff eingenommen und an den iranischen Hafen Bandar Abbas gebracht. Die USA sollen den Zerstörer USS Farragut in den Persischen Golf geschickt haben. Das Schiff befand sich im Auftrag der Reederei Rickmers Ship in den Gewässern. Rickmers Ship ist am Hamburger Hafen registriert.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldet, die iranische Marine habe einen Frachter „konfisziert“, weil sich das Schiff illegal in iranischem Hoheitsgewässer befunden habe. Laut dem russischen Staatssender RT soll das Schiff zunächst eine Warnung ignoriert haben und nach Warnschüssen aufgegeben haben. RT nennt als Quelle den US-Offizier Colonel Steve Warren.
Auch ABC-Journalist Jon Williams meldete zuvor per Twitter, dass das Pentagon den Vorfall bestätigt hat:
Der Iran hatte im April ein Kriegsschiff in den Golf von Aden entsandt. Der Konflikt könnte sich wegen des Kriegs im Jemen signifikant zuspitzen: Die USA unterstützen Saudi-Arabien im Kampf gegen die Rebellen im Jemen und werfen dem Iran vor, die Rebellen zu unterstützen. Der Iran hat sich bisher eher zurückgehalten. Die meisten Waffen für die Houthi-Rebellen sind amerikanischer Provenienz: Die Rebellen haben die Waffen erbeutet, die die Amerikaner den früheren Regierungen geliefert haben.

Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten

Keine Kommentare: