Dienstag, 24. Februar 2015

Macht der "Verbraucher": Verluste bei Monsanto

Wieder einmal zeigt sich, daß wir doch mehr Macht haben, als wir glauben. Der "Konsument" oder "Verbraucher" auf den man uns Menschen so gern in den Planspielen der Industrie reduziert, fängt an, selbst zu denken und zu entscheiden. Und er entscheidet mehr und mehr, nicht mehr jeden Mist zu "konsumieren" und zu "verbrauchen", die man in uns reinstopfen will. Das bekommt endlich nicht nur McDonalds, sondern auch Monsanto & Co zu spüren. Endlich! Hoffentlich kommen noch viel mehr Menschen aus dem Wachkoma ins Bewußtsein zurück!

Bildquelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten 


Weder Mäckes noch Monsanto scheinen die Millionen zu nützen, die sie in Werbung und PR schaufeln. Letztendlich können sie uns eben doch nicht zwingen. Genau wie bei McDonalds der Verkauf ihres Junk Foods brechen die Absätze von Genfood ein. Im letzten Quartal 2014 fuhr der GVO-Riese einen Verlust von156 Millionen Dollar ein. Die Aktien fielen dementsprechend. 31 Cent Verlust pro Aktie hört sich nach nicht viel an, ist aber sehr unangenehm, zumal es sich um einen langfristigen Trend nach unten handelt. Die Aktie hat seit Anfang 2014 bis zum Jahresende 7% an Wert verloren. Eine so anhaltende, negative Entwicklung und Verluste in dieser Höhe hat es in der Firmengeschichte noch nie gegeben.
Das ist Anlaß zur Hoffnung. Bisher hat es zwar immer Aktivisten gegeben, die gegen genmanipulierte Nahrung protestierten, gegen die verbrecherische Verpestung der Natur mit den Frankenstein-Pflanzen und -Tieren, gegen die brutalen Methoden des Konzerns gegen Bauern, die ihnen in die Quere kamen. Über die Selbstmordwelle unter indischen Bauern, die sich anders aus ihrer Verschuldung wegen Monsantos Terminator-Saatgut nicht mehr zu helfen wußten, wurde berichtet - aber noch nie haben zunehmend mehr Menschen konsequent alle Produkte gemieden, in denen das GVO-Teufelszeug enthalten ist. Dazu muß man sich auch etwas Mühe geben, denn das steht auf der Packung nicht erkennbar drauf.
Damit das auch so bleibt, gibt Monsanto Millionen aus, um zu verhindern, daß ihr genmanipulierter Dreck auf den Produktettiketten in den Inhaltsstoffen aufgeführt werden muß. Dazu werden nicht nur aufwendige Kampagnen gestartet, sondern auch Gruppen finanziert, die ganz im Stil von Psiram oder NGOs Stimmung machen gegen die Kritiker genmanipuierter Lebensmittel und Agrarpflanzen oder Nutztieren. Da wird dann massiv gegen diese "abergläubischen Spinner und Verschwörungstheoretiker" gepöbelt. Ziel der Sache ist natürlich, die geplante Deklarationspflicht zu verhindern. Denn, was kratzt es Monsanto, wenn der überzeugteste Gegner von Genfutter dann doch im Supermarktregal zu Produkten mit genau diesem Zeug greift, weil er gar weiß, was da in der hübschen Packung lauert. Die Zustimmung in der US-Bevölkerung für die Deklarationspflicht beträgt 96%. Die Amerikaner wollen wissen, was sie sich und ihrer Familie auf den Teller laden. Und sie wollen keinen Genfraß.
Genau deshalb sind die Aktionäre Monsantos (und der anderen Genmanipulateure und Fast-Food-Ketten) strikt gegen die Deklarationspflicht. Klar, das schadet dem Geschäft. Und es betrifft eben auch Lebensmittelhersteller, die die GVO-Produkte in ihren Produktpaletten verwenden.
Kelloggs zum Bespiel unterstützt zusammen mit Monsanto mit Millionensummen Kampagnen gegen die drohende Deklarierungspflicht überall in den Staaten. Hin und wieder decken unabhängige Medien das auf. Und hin und wieder kommt mal ein Konsument auf die Idee, sein Morgenmüsli in einem Analyselabor testen zu lassen.
So geschehen in den USA. Ein "Konsument" packte kurzentschlossen eine Portion "Kelloggs Fruit Loops" ein, schickte das gesunde Cerealien-Frühstück an ein Testlabor und bekam das Ergebnis: Das ach-so-gesunde Frühstück enthielt zu 100% genmanipulierten Mais und Soya, und als Dreingabe noch das giftige Glyphosat (Roundup ready) plus diverse andere Gifte und Pestiziden. Auch der große Zuckeranteil der Cerealie ist von genmanipulierten Rüben. Und das serviert man ahnungslos seinen Kindern als "gesunden Start in den Tag". Man darf wohl davon ausgehen, daß nicht nur die Fruit Loops von Kelloggs derartig kontaminiert und voller GVO-Zutaten sind, sondern die gesamte Produktpalette - zumindest in den USA. Kelloggs behauptet, mit den Testergebnissen konfrontiert, die gentechnisch veränderten Zutaten nicht in Europa zu verwenden, aber in den USA schon, weil die Konsumenten dort angeblich keine Bedenken gegen GVO-Lebensmittel hegen. Ach, wirklich?
Daher versuchen die Biotech-Firmen wie Monsanto, Dupont, Syngenta & Co im Verein mit den GVOs verwendenden Lebensmittelherstellern mit aller Macht, die Deklarationspflicht zu verhindern. Der "Konsument" soll in Unwissenheit gehalten werden, und das fressen, was man ihm geschickt auch noch als "gesund" verkauft. In der Wahl der Kampfmittel ist man da nicht zimperlich.

So werden die Umfragen und statistischen Erhebungen zum Thema "GMO-Labeling" (Deklarationspflicht auf den Produktettiketten) regelmäßig abgeschossen, weil  alle großen Umfrage-Institute angeblich und plötzlich falsche statistische Algorithmen angewandt haben sollen und die Ergebnisse nicht aussagekräftig seien.
Oder man druckt auf Packungen ein Schildchen, auf dem mit dem Logo der FDA versehen (staatliche US "Food and Drug Administration") zu lesen steht, daß die Deklarierungspflicht auf den Produktettiketten zur Irreführung der Verbraucher führen würde. Das FDA-Logo suggeriert Seriosität und Unparteilichkeit. Nur hat die FDA das niemals gesagt, und das ganze ist Betrug und Mißbrauch eines Logos einer staatlichen Institution. Was eigentlich mit Gefängnis und hoher Geldstrafe geahndet werden müßte. Was aber nicht passiert.
Auch angebliche Aussagen gegen die Deklarationspflicht von renommierten Universitäten wie Stanford werden in Fernsehspots verbreitet, ebenfalls mit Logo der Universität - ebenfalls dunkel erlogen.
Studien werden in Auftrag gegeben und bezahlt, die mit seltsamen Ergebnissen aufwarten und von der Deklarationspflicht dringend abraten, andere bezahlte Studien begleiten das, indem sie wahrheitswidrig behaupten, es seien noch nie gesundheitliche Schäden durch genmanipulierte Lebensmittel nachgewiesen worden.
Diese Methoden wurden allerdings bald publik, und die Presse fing an, das Thema aufzugreifen. Dadurch wurde umso schneller bekannt, wer hier eigentlich alle Hebel in Bewegung setzt, um die skandalöse Durchseuchung von Lebensmitteln mit GVO-Zutaten, Glyphosat und Pestiziden unter der Decke zu halten. Das Ergebnis zeigt sich jetzt im Kaufboykott der US-Bürger.
Ist das nicht schön? Mit diesen miesen Tricks haben sie nur eins erreicht: Selbst WENN die Deklarierungspflicht nicht kommt: Die Menschen sind mißtrauisch geworden. Sie wissen jetzt, daß sie vergiftet werden und kaufen den Dreck nicht mehr. Die ganzen Schlammschlachten helfen nichts, wenn die Leute wach werden und nicht mehr mitmachen!
Poll: GMOs Among 'Most Popular Topics' Of The year

Quellen:
http://quer-denken.tv/index.php/1224-macht-der-verbraucher-verluste-bei-monsanto

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